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Wiener Neustadt hat einen interessanten Veranstaltungskalender

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Manchen Dingen entkommt man einfach nicht. Ob Dorf mit 10 Einwohnern, größere Ortschaften, Städte oder Wiener Bezirke, so gut wie jede Gemeinde hier in Ö hat eine Art Amtsblatt oder Bezirkszeitung. Und jeder darf darauf hoffen irgendwann eine Ausgabe in seinem Postfach aufzufinden. Vorausgesetzt, er arbeitet sich erst durch all den Werberamsch.
In besagter Schrift wird der Bürger darüber informiert, wer den besten Kräuterschnaps brennt, wo tote Haustiere abgegeben werden können, dass Fido wieder den 1. Preis beim Hundefriseur-Wettbewerb gewann (wobei ich jetzt nicht sagen kann, ob Fido der Friseur oder der Hund ist), oder wo sich der Bürgermeister wieder wichtig gemacht hat. Alles selbstverständlich inklusive Beweisfotos. In Wiener Neustadt, wo ich jetzt wohne, nennt sich dieses Blatt Allzeit Neu. Echt.

Ich lese das Blatt eigentlich nie, weil, wie schon erwähnt, mein Postfach ständig mit Werbung verstopft ist, was dazu führt, dass ich den ganzen Packen oft einfach in die Altpapiertonne werfe. Gelegentlich samt Rechnungen, welche später, diesmal zu Mahnungen avanciert, ebenfalls oft den direkten Weg zum Recycling finden. Na wenigstens etwas.

Die Allzeit Neu enthält einen Veranstaltungskalender und die aktuelle Ausgabe führt 48 Einzeltermine an, plus weitere vier Veranstaltungen, die über einen längeren Zeitraum hinweg laufen. Wie z.B. der Hamburger Fischmarkt. Da ist wieder Butter bei die Fische! Lecker :)
Wie war das jetzt mit diesen 48 Terminen? Ach ja. Gleich 12 davon (ein Viertel!) sind von den Zeugen Jehovas, und lustige Titel haben deren Veranstaltungen. Zum Beispiel:

“Wirst du die letzten Tage überleben?”

“Stützt sich deine Hoffnung auf die Wissenschaft oder die Bibel?”

“Trägst du das “Kennzeichen” zum Überleben?”

“Nicht für sich selbst, sondern für den Willen Gottes leben”

Ich hätte ja fast Lust, mir mal einen oder mehrere dieser Vorträge anzuhören. Doch fürchte ich, dass ich dort nach nicht einmal fünf Minuten die Beherrschung verlieren werde. Vor meinem geistigen Auge sehe ich nämlich immer wie mich die Rausschmeisser aus dem Königreichsaal hinaus eskortieren. Draußen teilen sie mir dann mit ich dürfe erst wieder rein wenn ich mit dem Gelächter aufgehört hätte.
Na ja, vielleicht kann ich mich doch zurückhalten. Würde mich nämlich schon sehr interessieren, was die den Leuten dort für Märchen erzählen.

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  1. 14. Juni 2010, 17:58 | #1

    Ich gehe vorsichtshalber auch nicht zu solchen Veranstaltungen – die Gefahr, mich im Adrenalinrausch der Beleidigung straffällig zu machen, ist mir zu groß.

  2. 14. Juni 2010, 18:44 | #2

    Wenn du wissen willst, “was die den Leuten dort für Märchen erzählen”, dann schau doch mal z. B. hier: http://svhelden.gmxhome.de/svh/reload.htm?zitate_zj.htm … ich gehörte früher leider selber zu den Märchenerzählern.

  3. Christian
    19. Juni 2010, 14:08 | #3

    @buchstaeblich Sehe ich auch so ;-)

    @Stephan
    Vielen Dank für deinen Beitrag und den Link. Ich bin leider noch nicht dazu gekommen alles zu lesen, aber im Überblick klingt das nach einer grauenhaften Erfahrung. Werde mich da jetzt durcharbeiten.

  4. Dohle
    5. Juli 2010, 08:03 | #4

    @buchstaeblich
    Kann dir nur empfehlen hinzugehen, das Adrenalin bekommt man in Griff, der Eindruck den du bekommst ist einzigartig! Wenn Dummheit schmerzen würde, wären Ohrstöpsel nötig, doch die verklärten Gesichter wirken dümmlich, es tut nicht weh!

    Als ganz heissen Tip:

    http://www.elanrea.com/vortrae.htm

    Diese Vorträge sind das schrägste was mir in diesem Bereich untergekommen ist!

    Viel Spaß dabei, dei “armen” Gläubigen sind nicht zu retten, vergiss es einfach, nur wundern!!!!!!!

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