Video: Gerda Roger’s Audienz beim Kaiser

24. Juni 2010 Christian Keine Kommentare

Ich weiß, ich weiß. Das Video ist schon ein wenig älter. Aber irgendwie ist das Thema nach wie vor hochaktuell. Es geht nämlich um Astrologie!

Gerda Rogers liest dem Kaiser sein Horoskop. Dieser findet die Aussagen natürlich hochinteressant und lauscht gespannt den Worten.

Die heat net auf mit dem Bledsinn!

Na OK, vielleicht hält er doch nix davon. Aber ist doch schließlich nur Comedy. Oder vielleicht doch nicht? ;-)


Das Ende einer Ära

18. Juni 2010 Christian 2 Kommentare

Dichand ist tot!

Der Kaiser der Österreichischen Medienlandschaft ist von seinem Thron herabgestiegen. Endgültig und für immer. Und ich will jetzt ganz ehrlich sein: Ich bin nicht im geringsten traurig über sein ableben, eher das Gegenteil trifft zu. Es wurde allmählich Zeit.

Angeblich soll man ja nicht schlecht über Tote reden. Persönlich halte ich diesen Spruch für Blödsinn. Die Toten kümmert es wenig, wie man von ihnen spricht. Noch dazu könnte man den Eindruck gewinnen als wären all die Dinge, die jene Person zu Lebzeiten getan hat, hiermit entschuldigt, vergeben und vergessen. Mitnichten. Vor allem wenn es sich um Dinge handelt, die man üblicherweise in die unterste Schublade der Ethik einordnen würde. Dichand kann immerhin auf eine lang Liste solcher Dinge zurückblicken. Die Schäden die das Land durch sein Tun davongetragen hat werden noch lange zu sehen sein.

Was passiert jetzt, da der Imperator nicht mehr ist? Das schlimmste was Österreich passieren kann wäre der  endgültige Schritt ins 21. Jahrhundert.

Der Kaiser ist tot. Die Monarchie ist zu Ende. Können wir beide jetzt endlich begraben?

Ein würdiger Nachruf übrigens ist hier zu lesen.

Wiener Neustadt hat einen interessanten Veranstaltungskalender

13. Juni 2010 Christian 4 Kommentare

Manchen Dingen entkommt man einfach nicht. Ob Dorf mit 10 Einwohnern, größere Ortschaften, Städte oder Wiener Bezirke, so gut wie jede Gemeinde hier in Ö hat eine Art Amtsblatt oder Bezirkszeitung. Und jeder darf darauf hoffen irgendwann eine Ausgabe in seinem Postfach aufzufinden. Vorausgesetzt, er arbeitet sich erst durch all den Werberamsch.
In besagter Schrift wird der Bürger darüber informiert, wer den besten Kräuterschnaps brennt, wo tote Haustiere abgegeben werden können, dass Fido wieder den 1. Preis beim Hundefriseur-Wettbewerb gewann (wobei ich jetzt nicht sagen kann, ob Fido der Friseur oder der Hund ist), oder wo sich der Bürgermeister wieder wichtig gemacht hat. Alles selbstverständlich inklusive Beweisfotos. In Wiener Neustadt, wo ich jetzt wohne, nennt sich dieses Blatt Allzeit Neu. Echt.

Ich lese das Blatt eigentlich nie, weil, wie schon erwähnt, mein Postfach ständig mit Werbung verstopft ist, was dazu führt, dass ich den ganzen Packen oft einfach in die Altpapiertonne werfe. Gelegentlich samt Rechnungen, welche später, diesmal zu Mahnungen avanciert, ebenfalls oft den direkten Weg zum Recycling finden. Na wenigstens etwas.

Die Allzeit Neu enthält einen Veranstaltungskalender und die aktuelle Ausgabe führt 48 Einzeltermine an, plus weitere vier Veranstaltungen, die über einen längeren Zeitraum hinweg laufen. Wie z.B. der Hamburger Fischmarkt. Da ist wieder Butter bei die Fische! Lecker :)
Wie war das jetzt mit diesen 48 Terminen? Ach ja. Gleich 12 davon (ein Viertel!) sind von den Zeugen Jehovas, und lustige Titel haben deren Veranstaltungen. Zum Beispiel:

“Wirst du die letzten Tage überleben?”

“Stützt sich deine Hoffnung auf die Wissenschaft oder die Bibel?”

“Trägst du das “Kennzeichen” zum Überleben?”

“Nicht für sich selbst, sondern für den Willen Gottes leben”

Ich hätte ja fast Lust, mir mal einen oder mehrere dieser Vorträge anzuhören. Doch fürchte ich, dass ich dort nach nicht einmal fünf Minuten die Beherrschung verlieren werde. Vor meinem geistigen Auge sehe ich nämlich immer wie mich die Rausschmeisser aus dem Königreichsaal hinaus eskortieren. Draußen teilen sie mir dann mit ich dürfe erst wieder rein wenn ich mit dem Gelächter aufgehört hätte.
Na ja, vielleicht kann ich mich doch zurückhalten. Würde mich nämlich schon sehr interessieren, was die den Leuten dort für Märchen erzählen.

Missionierung per Taxi

12. Juni 2010 Christian Keine Kommentare

Meine bis dato eigenartigste Taxifahrt muss sich gestern ereignet haben.
Nach einer kickoff Party in der Firma war ich so gegen 04Uhr noch am Wiener Schwedenplatz, da man um die Zeit nur dort noch was halbwegs vernünftiges zu Essen kriegt. In meinem Fall waren es chinesische Bratnudeln mit Huhn. Die Heimreise trat ich anschließend per Taxi an. War die eher kurze Fahrt selbst noch recht ereignislos, so durfte ich nach dem bezahlen eine kleine Überraschung erleben. Der Fahrer fragte ob ich interessiert sei, etwas über den Islam zu erfahren und drückte mir, nachdem ich ein “äh, ja” herausgebracht hatte, einen Stapel mit vier Broschüren im Format A6 in die Hand.

Der Islam im Überblick
25 Fragen zum Propheten Muhammad
25 Fragen zur Frau im Islam
Jesus – Sohn der Maria.

Gelesen habe ich die Hefte noch nicht, dafür war heute der Restalkohol noch zu stark präsent. Nur die ersten paar Seiten in “25 Fragen zur Frau im Islam” habe ich kurz überflogen. Darin geht laut Inhaltsangabe es um Gleichberechtigung, Stellung der Geschlechter in einer Islamischen Gesellschaft usw.

Könnte eine interessante Lektüre werden und sollte ein paar Einblicke in diese fremde Welt gewähren. Schon klar, dass die Texte sehr wahrscheinlich darauf hingetrimmt sein werden, alles schönzureden. Aber welches Marketing tut denn das nicht?

Religiös werde ich dadurch ganz sicher nicht, dazu muss schon mehr passieren – wie etwa, dass sich Er mal die Mühe macht, vor der ganze Welt zu erscheinen um alle Zweifel restlos zu beseitigen.

Taxis als Marketinginstrument, muss ein sehr eifriger Taxifahrer sein ;)

Allerdings bin ich ziemlich glücklich darüber, dass etwa die Zeugen Jehovas derartige Methoden nicht einsetzen. Wachturm als Lektüre für unterwegs… naja

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Einen in der Schüßel ?

11. Juni 2010 Christian Keine Kommentare

Wenn es acht-und-kracht.

Und die Homöopathie versagt.

Wen ruft ihr dann?

Schüßler!

Na gut, mit diesem Text kann man keine Hit-Single produzieren. Da müssen schon Geister oder ähnliches her. Aber es reicht allemal, sein Produkt von Apotheken verticken zu lassen.

Ja, ja. Richtig gelesen. Es gibt dort nicht nur homöopathische Milchzuckerkügelchen zu ergattern, sondern auch die berühmt-berüchtigten Schüßler-Salze lassen sich mit viel Geld und wenig Wissen käuflich erwerben. Ganz Apothekarien ist in esoterischer Hand.

Ganz Apothekarien?

Nein.

Eine kleine Schar skeptischer Apotheker hört nicht auf, dem Unsinn Widerstand zu leisten. OK, diesmal ist es nicht Dr. Edmund Berndt, sondern Dr. Fritz Pröll, der auf die Buddel haut. Er hat nämlich etwas an dem Buch des Biochemikers Prof. Dr. Otto Schmut, mit dem Titel Salze, Zucker, Spurenelemente, auszusetzen.

Ulrich Berger hat aber bereits die ganze Info ergaunert ergattert und verbreitet. Und es ist nicht leicht für die dort stationierten Skeptiker…